Koreanischer BBQ-Abend zu Hause: Menü, Tipps & Rezepte
Korean BBQ ist keine Mahlzeit, es ist ein Erlebnis. Alle sitzen zusammen am Tisch, das Fleisch liegt auf dem Grill in der Mitte und der Abend dauert Stunden. Korea hat eine reiche BBQ-Tradition, die in Deutschland immer beliebter wird, und das zu Recht.
In diesem Artikel erfährst du, wie du einen authentischen koreanischen BBQ-Abend zu Hause organisierst: die Atmosphäre, das Menü, die Banchan (Beilagen), die Dipsaucen und wie du den koreanischen Rub von The Rub Kitchen für das perfekte Ergebnis verwendest.
Was genau ist Korean BBQ?
In Korea heißt BBQ "Gogi-gui", wörtlich Fleisch grillen. Das Besondere ist, dass der Grill in der Mitte des Tisches steht, entweder eingebaut oder als Tischgrill, und dass alle während des Essens gemeinsam grillen. Es gibt keine feste Reihenfolge: Fleisch, Reis und Banchan (kleine Beilagen) werden gleichzeitig serviert und durcheinander gegessen.
Die drei am häufigsten gegessenen koreanischen BBQ-Gerichte sind Bulgogi (mariniertes Rindfleisch), Galbi (Spareribs) und Dak Galbi (scharfes Huhn). Zu Hause gelingt es am einfachsten mit einem Kontaktgrill, einer gusseisernen Pfanne auf hoher Hitze oder einem gewöhnlichen Grill im Freien.
In Korea isst man Korean BBQ nie alleine. Es ist ein geselliges Essen, bei dem Reden, Trinken und Grillen ineinander übergehen. Der Abend dauert mindestens 2 bis 3 Stunden. Plane danach keine Eile ein.
Die Atmosphäre schaffen
Korean BBQ ist genauso viel Atmosphäre wie Essen. Mit ein paar kleinen Anpassungen gibst du den Ton für den Abend an.
Gedämpftes Licht
Kerzen oder gedämpfte Lampen. Keine grelle Deckenbeleuchtung.
K-Pop oder Jazz
Koreanische Playlist auf Spotify oder ruhiger Jazz im Hintergrund.
Essstäbchen
Metallene koreanische Essstäbchen, falls vorhanden, ansonsten einfach Holz.
Soju oder Bier
Koreanisches Reisbier oder ein Glas Soju. Oder eine Ingwerlimonade als alkoholfreie Alternative.
Kleine Schüsseln
Banchan werden in vielen kleinen Schüsseln auf dem Tisch serviert. Je mehr Schüsseln, desto authentischer.
Salatblätter
Koreaner wickeln das Fleisch mit Reis und Sauce in Salatblätter. Stelle eine Schüssel frischen Salat auf den Tisch.
Das Menü
Ein koreanischer BBQ-Abend besteht aus drei Teilen: Fleisch vom Grill, Reis und Banchan. Hier ist ein komplettes Menü für 4 Personen.
Dak Galbi Hähnchen
1,5 kg Hähnchenflügel oder Hähnchenkeulen mit The Rub Kitchen Korean Rub. Sesamöl als Binder, mindestens 4 Stunden Ruhezeit. Dies ist das Hauptgericht.
Gedämpfter weißer Reis
Die neutrale Basis des Korean BBQ. Reis nimmt den Geschmack von Saucen und Fleisch auf. Verwende Japonica- oder Sushi-Reis für die richtige klebrige Textur.
Frische Salatblätter
Butter- oder Lollo-Rosso-Salat. Wickle Fleisch, Reis und Sauce darin ein, um traditionell zu essen. Frisch und sorgt für Atempausen zwischen der Schärfe.
Gegrillte Frühlingszwiebeln
Ganz auf dem Grill, 3 Minuten pro Seite. Ganz essen oder fein hacken und über das Fleisch geben. Nussig und leicht süßlich nach dem Grillen.
Banchan: Die kleinen Beilagen
Banchan sind die kleinen Beilagen, die zu jeder koreanischen Mahlzeit auf den Tisch kommen. Du servierst mindestens drei, aber je mehr, desto besser. Sie werden von allen am Tisch geteilt.
Kimchi
FertigFermentierter Kohl mit Gochugaru und Knoblauch. In einem asiatischen Supermarkt kaufen. Das unverzichtbarste Banchan. In kleine Stücke schneiden für den Tisch.
Gurkensalat
5 MinutenDünne Gurkenscheiben mit Sesamöl, Reisessig, einer Prise Zucker und Sesamsamen. Frisch und kühl, perfekter Kontrast zum scharfen Fleisch.
Spinat mit Sesam
10 MinutenSpinat 1 Minute blanchieren, trocken ausdrücken. Mit Sesamöl, Sojasauce, Knoblauch und Sesamsamen mischen. Eines der am häufigsten gegessenen Banchan in Korea.
Gewürzte Bohnen
5 MinutenGrüne Bohnen kurz blanchieren, kalt abschrecken. Mit Sesamöl, Sojasauce und einer Prise Chilipulver mischen. Einfach und lecker.
Eingelegter Rettich
Am VortagDünne Rettichscheiben mit Reisessig, Zucker und Salz. 30 Minuten ziehen lassen oder über Nacht im Kühlschrank. Verleiht Frische und Knackigkeit.
Gebratener Tofu
15 MinutenTofu in Würfeln in Sesamöl goldbraun braten. Mit Sojasauce und Frühlingszwiebeln servieren. Gut für Vegetarier.
Kimchi findest du in asiatischen Supermärkten, Asia-Läden und in großen Supermärkten wie Rewe oder Edeka im Kühlregal bei den asiatischen Produkten. Wähle immer gekühltes Kimchi, nicht die Variante bei Raumtemperatur. Das fermentiert besser.
Die Dipsaucen
Dipsaucen sind unerlässlich beim Korean BBQ. Du dippst das Fleisch hinein, bevor du es mit Reis in ein Salatblatt wickelst. Hier sind die vier authentischsten Optionen.
Ssamjang
- ✓ 2 EL Doenjang (fermentierte Bohnenpaste)
- ✓ 1 EL Gochujang
- ✓ 1 TL Sesamöl
- ✓ 1 TL Honig
- ✓ 1 Knoblauchzehe, gerieben
Der klassische koreanische BBQ-Dip. Doenjang und Gochujang in einem asiatischen Supermarkt kaufen.
Sojasauce-Sesam-Dip
- ✓ 3 EL Sojasauce (natriumarm)
- ✓ 1 EL Reisessig
- ✓ 1 TL Sesamöl
- ✓ 1 TL Honig
- ✓ 1 TL frischer Ingwer, gerieben
Einfacher zuzubereiten und auch die offizielle Dipsauce zum koreanischen Rub von The Rub Kitchen.
Sriracha Mayo
- ✓ 3 EL Mayonnaise
- ✓ 1 EL Sriracha
- ✓ 1 TL Limettensaft
- ✓ Prise Salz
Nicht traditionell koreanisch, aber weltweit extrem beliebt bei Korean BBQ. Cremig und scharf.
Joghurt-Knoblauch-Dip
- ✓ 200g griechischer Joghurt
- ✓ 1 Knoblauchzehe, gerieben
- ✓ 1 TL Zitrone
- ✓ Salz und Pfeffer
Kühl und cremig, perfekte Abkühlung neben dem 5.450 SHU koreanischen Rub.
Das Hähnchen zubereiten: Schritt für Schritt
Mit dem koreanischen Rub von The Rub Kitchen machst du Dak Galbi, das scharf gegrillte Hähnchen, das das Herz deines koreanischen BBQ-Abends ist.
Abend zuvor: Rub auftragen
1,5 kg Hähnchenflügel oder Hähnchenkeulen trocken tupfen. Eine dünne Schicht Sesamöl auf das Fleisch streichen. 60g koreanischen Rub kräftig einreiben. Abdecken und mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Ingwer und Knoblauch brauchen diese Zeit.
30 Minuten vor dem Grillen
Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Die Banchan zubereiten, die Dipsaucen bereitstellen und den Tisch decken. Reis kochen.
BBQ oder Grill auf Temperatur bringen
Auf 175 bis 185°C heizen. Zwei Zonen: indirekt zum Garen, direkt für die Kruste am Ende. Nie über 195°C wegen des braunen Zuckers im Rub.
Indirekt grillen
Flügel 20 Minuten, Hähnchenkeulen 25 bis 30 Minuten. Deckel geschlossen. Gochugaru verleiht dem Fleisch eine wunderschöne tief-orange-rote Farbe. Halbzeit wenden.
Direkt fertigstellen und servieren
Die letzten 4 Minuten über direkter Hitze. Kerntemperatur 74°C. Frühlingszwiebeln direkt auf den Grill, 2 bis 3 Minuten. 5 Minuten ruhen lassen, dann alles gleichzeitig auf den Tisch.
Der koreanische Rub hat eine Schärfe von 5.450 SHU. Das ist deutlich scharf, aber vollständig essbar. Stelle immer den Joghurt-Knoblauch-Dip auf den Tisch zur Abkühlung für Leute, die weniger Schärfe mögen. Nicht für kleine Kinder geeignet.
Getränke zum Korean BBQ
In Korea trinkt man zum BBQ immer etwas: Soju, Bier oder eine Kombination aus beidem. In Deutschland gibt es leicht erhältliche Alternativen.
Hite oder Cass Bier
Koreanisches Lagerbier, erhältlich in asiatischen Supermärkten. Leicht und frisch, perfekt zu scharfem Fleisch.
Soju
Koreanischer Reisbrand, 20 bis 25% Alkohol. Leicht und neutral im Geschmack. Kalt und pur trinken. Erhältlich in Asia-Läden und einigen Supermärkten.
Eistee
Koreanischer Barista-Stil Eistee ist kalt gebrühter grüner Tee mit Eiswürfeln. Frisch, leicht bitter und perfekt zu gegrilltem Fleisch.
Ingwerlimonade
Frisch und leicht scharf, die beste alkoholfreie Alternative. Ingwer passt zur Ingwerkomponente im koreanischen Rub.
In Korea ist "Somaek" beliebt: eine Mischung aus Soju und Bier in einem Glas. Verhältnis 3 Teile Bier zu 1 Teil Soju. Frisch, leicht und gefährlich lecker. Zum Anstoßen sagt man auf Koreanisch "Geonbae".
Die komplette Einkaufsliste
Alles, was du für einen koreanischen BBQ-Abend für 4 Personen benötigst.
Fleisch und Grill
1,5 kg Hähnchenflügel oder Hähnchenkeulen, 60g koreanischer Rub, Sesamöl, Frühlingszwiebeln, frischer Ingwer.
Banchan
Kimchi (gekauft), Gurke, Spinat, grüne Bohnen, Rettich, Sesamsamen, Sojasauce, Reisessig.
Dipsaucen
Doenjang, Gochujang, Sesamöl, Honig, Knoblauch, Sriracha, Mayonnaise, griechischer Joghurt, Limette.
Sonstiges
Japonica-Reis, Butter- oder Kopfsalat, Soju oder koreanisches Bier, Ingwerlimonade, Essstäbchen, kleine Schüsseln.
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